14. September 2014 - 5. Oktober 2014

 

ANDREAS SCHÖN: NEUES SPIEL - NEUES GLÜCK

 

„Bis ich Ende zwanzig war, wollte ich in erster Linie nur ein moderner Maler sein.“ erzählt Schön. „Doch als ich dann in Padua die Fresken von Giotto sah, verstand ich, dass da schon alles drin steckt – von der Renaissance bis zur Minimal Art.“ Schön reiste weg vom Düsseldorfer Großstadtalltag hinein in die italienische Kunstgeschichte, und es scheint, als hätte er schon damals das Ziel formuliert, das ihn auch heute noch antreibt: „Ich will einen Sound von etwas erzeugen, das für uns nicht greifbar, aber in uns allen vorhanden ist.“ Schön wirft in seinen Bildern einen kühlen Blick auf die Umgebung, um Verdrängtes und Altbekanntes wieder aufzuwecken. Es ist nicht rückwärtsgewandte Nostalgie, sondern die Frage nach unserer Herkunft, um die es in seinen Bildern geht. Wenn sich Schön von fotografischen Vorlagen so weit entfernt, dass seine Geländebilder eine ganz eigene, innere Logik entwickeln und zu fiktiven Gegenden werden, zeigt er, dass es ihm nicht um die präzise Abbildung von etwas geht. „Ich freue mich, wenn ich malend feststelle, dass sich die Dinge in meinen Bildern entstofflichen und genau so eine Erzählung des Vergangenen wachrufen können, durch die sich unser heutiger Blick verschiebt.“

aus: Arsenale der Erinnerung von Gesine Borcherdt, Berlin 2008

 

Andreas Schön

 

19. September 2014, Konzert in der Alten Synagoge

 

Große Improvisation über das Thema „Synagoge“

Bernd Konrad, Saxophon

Dominique Rebourgeon, piano

 

Bernd Konrad

Dominique Rebourgeon