Der Hechinger Kunstverein verfügt über ein eigenes Galeriegebäude.

Das sogenannte "Weiße Häusle" steht nahe der Villa Eugenia am Rand des Fürstengartens, einem Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens.Im Stil eines dorischen Antentempels* 1833 gebaut, war es bis zum Tod von Fürst Constantin 1838 der Billardraum des letzten Hechinger Hohenzollerngrafen.

 

Der *Antentempel ist die älteste und einfachste Form der Tempel. Vor der Cella, dem inneren Hauptraum, steht die Vorhalle (Pronaos). Einen Tempel mit Vor- Und Rückhalle (Opisthodomos) bezeichnet man als Doppelantentempel - das Weiße Häusle ist ein solcher. 

 

Mehr als 25 Jahre dauerte die Suche der Künstlergilde (gegründet 1951) nach einem geeigneten Veranstaltungsraum. 1975 stellte die Stadt Hechingen der Künstlergilde das Weiße Häusle in Aussicht, 3 Jahre später wurde es dem Verein übergeben als denkmalgeschütztes, aber stark sanierungs- und renovierungsbedürftiges kleines Gebäude. Es hatte eine wechselvolle Geschichte hinter sich, war Materiallager und Jugendheim gewesen, bis kurz vor der Übergabe diente es als Museum der Hechinger Bürgerwehr. Mit knappen Mitteln, vielen Eigenleistungen und noch mehr Zuversicht wurde das Weiße Häusle zu einem hellen Galerie- und Veranstaltungsraum mit Wasseranschluß, Teeküche, Lagerraum und Heizung, mit professioneller Hängeeinrichtung und Beleuchtungsanlage.

Es ist ein einladendes Kunst-Tempelchen...