Der Hechinger Kunstverein verfügt über ein eigenes Galeriegebäude.

Das sogenannte "Weiße Häusle" steht nahe der Villa Eugenia am Rand des Fürstengartens, der als englischer Landschaftsgarten angelegt ist. Das kleine Gebäude wurde im Stil eines dorischen Antentempels* 1833 erbaut, war bis zur Abdankung von Fürst Constantin im Jahr 1849 der Billardraum dieses letzten Hechinger Hohenzollerngrafen.

 

Der *Antentempel ist die älteste und einfachste Form der Tempel. Vor der Cella, dem inneren Hauptraum, steht die Vorhalle (Pronaos). Einen Tempel mit Vor- Und Rückhalle (Opisthodomos) bezeichnet man als Doppelantentempel - das Weiße Häusle ist ein solcher. 

 

Mehr als 25 Jahre dauerte die Suche der Künstlergilde (gegründet 1951) nach einem geeigneten Veranstaltungsraum.

1975 stellte die Stadt Hechingen der Künstlergilde das Weiße Häusle in Aussicht, drei Jahre später wurde es dem Verein übergeben als denkmalgeschütztes, aber stark sanierungs- und renovierungsbedürftiges kleines Gebäude. Es hatte eine wechselvolle Geschichte hinter sich, war Materiallager eines nationalsozialistischen Vereines, war nach dem Krieg Jugendheim und diente bis kurz vor der Übergabe als Museum der Hechinger Bürgerwehr.

Mit knappen Mitteln, vielen Eigenleistungen und noch mehr Zuversicht wurde das Weiße Häusle zu einem hellen Galerie- und Veranstaltungsraum mit Beleuchtungsanlage, Wasseranschluss, Teeküche, Heizung und Lagerraum.

Es ist ein einladendes Kunst-Tempelchen...